Schmerz ist ein wichtiges, lebenserhaltendes Alarmsignal unseres Körpers. Doch leider lässt sich dieser unangenehme Reiz nicht einfach abstellen, wenn er seine Aufgabe erfüllt hat. Vor allem chronische Schmerzen haben ihren natürlichen Sinn verloren, ja ins Gegenteil verkehrt.
Schmerz: eine körperlich-seelische Wechselwirkung
Gewiss haben auch Sie schon diese unerfreuliche Erfahrung gemacht: Sie schneiden sich in den Finger und nehmen eine schmerzhafte Empfindung wahr, die zunächst recht heftig sein kann, allmählich schwächer wird und nach einiger Zeit wieder verschwindet. Das ist zwar unangenehm, doch die Natur hat den Schmerz nicht erfunden, um Sie zu ärgern oder zu peinigen. Im Gegenteil: Schmerz ist eine wichtige, ja lebenserhaltende »Alarmanlage«, die Verletzungen oder Störungen des Organismus anzeigt und entsprechende Gegenmaßnahmen in Gang bringen will.
Jedoch: Bestimmte Formen von Stress oder die Konzentration auf ein bedeutendes Ereignis können bewirken, dass sogar schwere Verletzungen, die "im Eifer des Gefechts" entstehen, nicht als schmerzhaft empfunden werden. Selbst der akute organische Schmerz ist also kein eindeutiges "Warnlämpchen", kein objektiv erfassbarer körperlicher Prozess, der sich in immer gleicher Weise darstellt. Unsere Schmerzempfindungen sind in hohem Maße von seelischen Vorgängen, vor allem von der subjektiven Bewertung der Körpersignale abhängig. Dies gilt erst recht für chronische Schmerzen, die ja ohnehin ihre Rolle als sinnvolles "Frühwarnsystem" verloren haben und denen sich oftmals keine klare organische Schädigung zuordnen lässt. Auch wenn diese hochkomplizierten körperlich-seelischen Wechselwirkungen bislang nur zum Teil erforscht sind, haben zahlreiche medizinische und psychologische Untersuchungen eindeutig belegt: Vor allem chronische Schmerzen lassen sich häufig allein durch psychische Einflüsse - insbesondere durch Suggestionen - bessern. Demzufolge können Sie mit Hilfe der Tiefensuggestion und der Aktiv-Suggestion Ihre Schmerzempfindungen spürbar lindern und somit auch Ihren Bedarf an Medikamenten verringern. Das Angebot psychologischer Möglichkeiten zur Schmerzbekämpfung ist offenbar dringend notwendig. Denn: Jeder sechste Bundesbürger greift täglich zu einem der über 600 verfügbaren Schmerzmedikamente - was zu einem jährlichen Verbrauch von 300 Millionen Schmerzmittel-Packungen führt.
Inhalt:
1. Den Schmerz besiegen (29.30) - Tiefensuggestion
2. Lebensfreude (29.30) - Entspannungsmusik
Hintergrundmusik: Sonnenlicht
Gesamtspieldauer: 59 Minuten